Bis im Juni im Jahr 2003 wurde die Abt. Herten noch mit analogen Meldeempfänger (FME) alarmiert. Der
überwiegend eingesetzte FME war der Motorola BMD. Er war fast unkaputtbar, ein sehr zuverlässiger und
vorallem lauter Melder, zum teil auch mit Mithören ausgestattet. Er konnte 2 unterschiedliche Schleifen
auswerten, mit jeweils einem Alarmierungston
Weniger im Einsatz waren der FME 85/RE228 von Bosch bzw. Swissphone. Auch dieser
Melder konnte 2 unterschiedliche Schleifen auswerten, mit jeweils einem Alarmierungston.
Sehr gute Empfangseigenschaften.
Auch die Quattro Reihe von Swissphone wurde teilweise privat angeschafft von Feuerwehrangehörigen.
Je nach Modell zwischen 4 und 30 Schleifen Programmierbar und mit oder ohne Sprachspeicher.
Verschiedene Alarmierungstöne programmierbar.
Der Memo von Swissphone wurde als Ex-Melder eingsetzt für Personen die in der chemischen Industrie
arbeiten mit Ex-Bereichen. Auch nur selten im Einsatz. Er wertet 4 verschiedene Alarmschleifen aus und es
können unterschiedliche Alarmierungstöne Programmiert werden.
Seit Juni des Jahres 2003 wurde die Abteilung Herten zusammen mit der Abteilung Rheinfelden auf digitale Alarmierung
umgestellt. Herten war mit die erste Abteilung weil in Herten die größten Probleme waren mit der analogen Alarmierung,
da durch den Hertenberg viele Funklöcher vorhanden sind.
Nun werden in 6 Abteilungen sogenannte Digitalmeldeempfänger (DME)eingesetzt. Fast
alles Melder des Typs LX2 plus von Motorola. Er ist sehr klein und handlich und kann bis
zu 32 RIC`s mit jeweils 4 Unteradressen auswerten. Von der Abteilung Herten werden
"nur" 3 dieser Alarmschleifen genutzt. Um eine differenzierte Alarmierung zu erreichen sind
die "Schleifen" geziehlt auf die Meldeempfänger der Feuerwehrangehörigen der Abteilung
Herten verteilt. So gibt es einen Gesamtalarm bei dem alle Melder alarmiert werden, zwei
Gruppenalarme bei denen jeweils im Wechsel die hälfte der Abteilung alarmiert wird und 3 Kleinalarme die auch jeweils
im Wechsel die gedrittelte Abteilung alarmiert. So können geziehlt für jede Einsatzart nur soviele Feuerwehrleute
gerufen werden die auch benötigt werden, wie zum Beispiel für das abstreuen einer Ölspur nur 4-6
Feuerwehrkameraden aus der Nachtruhe gerissen werden müssen und keine 30.
Wer genauere Info über die digitale Alarmierung des Landkreis Lörrach haben möchte kann diese über den unten
stehenden Link bekommen!
Ein weiterer DME der in Rheinfelden zum Einsatz kommt ist der Patron Pro FT Ex von
Swissphone. Er ist das digitale gegenstück zum früher eingesetzten Memo, er hat auch eine Ex-
Zulassung und ist somit freigegeben in Ex-Bereichen. Es werden nur wenige dieser Melder
eingesetzt, da auch nur Personen die berufsbedingt in Ex-Bereichen arbeiten und auch
verfügbar sind einen solchen kostenintensiven Melder von der Feuerwehr gestellt bekommen.
Er kann ebenfalls 32 Ric`s mit jeweils 4 Unteradressen auswerten.
Der richtige Notruf - die 5 W`s
Damit Ihnen die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle möglichst schnell die richtige Hilfe zukommen lassen können,
brauchen sie von Ihnen einige Informationen. Je genauer die Angaben sind, die Sie machen, desto effektiver kann Ihnen
geholfen werden.
Nennen Sie Ihren Namen und die Telefonnummer unter der Sie für Nachfragen erreichbar sind.
Geben Sie die genaue Adresse (Stadtteil, Straße, Hausnummer, Stockwerk) und beschreiben Sie Besonderheiten bei der
Zufahrt (Hinterhof, Parkanlagen, Kilometerangabe und Fahrtrichtung auf Autobahnen usw.). - Wenn Sie nicht ortskundig
sind, fragen Sie einen Passanten. Je genauer Ihre Angaben sind, desto schneller trifft Hilfe ein!
Beschreiben Sie mit kurzen Worten genau was passiert ist. - Es brennt in der Wohnung - Es kam zu einem Verkehrsunfall
zwischen einem Motorrad und einem Omnibus - oder sonstiges.
Teilen Sie die Anzahl der Verletzten mit. Sind bei einem Brand noch Personen im Gebäude eingeschlossen?
Legen Sie nicht auf! - Erst wenn der Mitarbeiter der Rettungsleitstelle keine Fragen mehr an Sie hat, beendet er das
Gespräch.
Der Notruf wird von einem Disponenten in der ILST (Integrierten Leitstelle Lörrach)
Tel. 112 oder 07621-19296 entgegegenommen.
Jetzt entscheidet der Disponent in der Leitstelle welche Feuerwehren und
Fahrzeuge alarmiert werden müssen und ob der Rettungsdienst oder die Polizei
erforderlich ist.
Nun werden die hauptsächlich ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr gerufen.
Dies geschiet über einen sogenannten FME bzw. DME (Funk- bzw. Digitalmeldeempfänger). In kleineren Abteilungen der
Feuerwehr Rheinfelden wird auch noch parallel über Sirene alarmiert, was sich aber in der nächsten Zeit bald ändern wird.
Auch in größeren Abteilungen bei denen alle Feuerwehrangehörigen mit Meldeempfängern ausgestattet sind, ist die Sirene
mmer noch in Funktion um bei größeren Notlagen oder Katastrophen eingesetzt zu werden.
Auf ihrem "Piepser" können diese dann genau sehen, um was für einen Einsatz es sich handelt und wo sich dieser befindet.
Beispiel: "B# Brennt Unrat, Brennt Tanne, Rheinfelden Herten Bahnhof"
Egal ob beim Schlaf, Mittagessen oder bei der Arbeit lassen die Feuerwehrleute jetzt alles stehen und liegen und rennen
oder fahren zum Gerätehaus.
Leider ist es immer schwerer geworden, durch die immer knapper besetzten Arbeitsplätze, zu einem Feuerwehreinsatz von
der Arbeitsstelle weg zu kommen oder weg zu dürfen.
Nach 1 bis 2 Minuten Treffen die ersten Feuerwehrleute im Gerätehaus ein, legen Ihre persönliche Schutzausrüstung an
und melden sich bei der ILST Lörrach zurück das der Alarm angekommen ist.
Bei ausreichender Mannschaftsstärke rückt das Löschfahrzeug nach schon ca. 3-5 Minuten nach dem Alarm zum Einsatzort
aus.
Sofort nach Eintreffen an der Einsatzstelle wird eine Lagemeldung an die ILST abgesetzt so das entschieden werden kann
ob eine Alarmierung weiterer Einsatzkräfte erforderlich ist.
Die Integrierte Leitstelle Lörrach begleitete im Jahr 2003 ingesamt 32471 Einsatzfahrten mit einer Gesamteinsatzdauer von
2436236 Minuten (=40604 Stunden). Darin enthalten sind 793 Einsätze der Rettungshubschrauber und 2924 Einsätze der
Notärzte.
Die Einsätze der Feuerwehr stiegen gegenüber 2002 um 35%
Der Ärztliche Notfalldienst vermittelte an Feiertagen und Wochenenden 17634 mal hausärztliche Hilfe (+6%)